Die Wirtschaftsjunioren Deutschland haben zum fünften Mal den bundesweiten Schulwettbewerb "Fit for Job" ausgeschrieben. Dabei schaffte es das Bertha-von-Suttner-Gymnasium mit seinem Konzept der schulbegleitenden Berufsorientierung als einziges Gymnasium aus Rheinland Pfalz unter den besten zehn aus Deutschland ausgewählt zu werden.
Die Wirtschaftsjunioren, die mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren bilden, zeigten sich von der Arbeit der Andernacher beeindruckt.
Das BvSG wurde zusammen mit den anderen Finalisten zu einem gemeinsamen Wochenende am 21.-22.11. in den Firmensitz von Villeroy & Boch in Mettlach eingeladen. Hier stellten die Schulen ihre Konzepte gegenseitig vor, was als Chance genutzt wurde, um voneinander zu lernen, gerade angesichts der bevorstehenden Rezession und dem prognostizierten, bundesweiten Stellenabbau. "Der heutige Arbeitsmarkt erfordert es, dass die Berufseinstiegs-Konzepte immer wieder im Sinne der Schüler optimiert werden müssen. Schließlich sollen die Schüler gleiche gute Startchancen bekommen.", so Gabriele Gaube. Sie hat in jahrelanger Aufbauarbeit das Berufsorientierungskonzept des BvSG maßgeblich entwickelt und nun in Mettlach öffentlich vorgestellt. "Viele Jugendliche", so Gaube weiter, "brechen das Studium ab, weil sie mit falschen Vorstellungen an die Hochschule gegangen sind. Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler optimal vorbereitet sind, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden."
Während des Treffens in Mettlach zeichnete sich das BvSG in einem Bereich gegenüber den anderen Finalisten besonders aus. So werden die Schüler im bilingualen deutsch-französischen Zweig zusätzlich mit den Besonderheiten der französischen Arbeitswelt, einschließlich Studium und Ausbildung im französischsprachigen Raum vertraut gemacht. Dazu gehören nicht nur eine andere Art des Bewerbungsschreibens, der "lettre de motivation", sondern auch Betriebsbesichtigungen und Praktika in französischen Firmen.
Geplant ist ein Ausbau dieser Erfolgsschiene. So werden die bereits bestehenden Orientierungsangebote im EU-Raum verstärkt gefördert. Die ersten Betriebspraktikanten der Jahrgangsstufe 9 reisen mittlerweile nach Frankreich, Großbritannien und Irland. Doch trotz dieser weit reichenden Netzwerke soll die Berufsorientierung in ihrem Kern weiterhin regional verankert bleiben. "Daher freuen wir uns", so Gaube, "dass viele Firmen in der Region bereitwillig ihre Türen öffnen und unseren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die reale Berufswelt vermitteln."